Pressemitteilung vom 18.05.2017

Groß Pankow, den 19.05.2017

PRESSEMITTEILUNG - 103 -
Datum 18.5.2017
EPS-Bekämpfung am Donnerstag abgeschlossen
Vom Boden aus wurden 2300 Bäume behandelt
und 292 Hektar aus der Luft
Prignitz – Im Landkreis Prignitz ist die aktive
Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit
dem Biozid Dipel ES am Donnerstagabend
abgeschlossen worden. Vom Boden aus wurden
2300 Bäume besprüht, davon 1300 in Hoheit des Kreises, die anderen gehören zum Bestand der
Gemeinden. Nach Einschätzung von Michael
Becker von der Kreisstraßenmeisterei ist die
Aktion sehr erfolgreich verlaufen.
„Die Kraftfahrer zeigten sich durchweg
kooperativ und aufgeschlossen“, so Becker.
Während des Ausbringens wurden die
Straßenabschnitte für etwa 20 Minuten voll
gesperrt. Um das Pensum in knapp vier Tagen zu bewältigen, wurden seit Montag bis zu 12
Mitarbeiter für das Fahrzeug und das Absperren
der Abschnitte benötigt. Lediglich am Dienstag
mussten die Kolonnen wegen des Nieselregens
zweitweise pausieren. Der Landkreis ist für 325
Kilometer Straße zuständig. Bei den
regelmäßigen Kontrollen werden die Mitarbeiter
jetzt auch einen Blick auf die behandelten Bäume werfen, um die Wirksamkeit der
Sprühmaßnahmen bewerten zu können.
Auch die Luftbekämpfung ist am Donnerstag
gegen 17 Uhr beendet worden. Letzter Einsatzort des Helikopters war nach den Tankstopps in
Kletzke und Lenzersilge der Pritzwalker
Flugplatz Sommersberg.
Auch wenn hier der Hubschrauber landete und
startete, sind keine Biozide über dem Naturschutzgebiet Hainholz versprüht worden, wie Anwohner befürchteten. Auch über Fischgewässern darf
grundsätzlich nichts ausgebracht werden. Es gilt
hier ein Sicherheitsabstand von 37,5 Metern. Wie Karlheinz Elert vom Sachbereich Brand- und
Katastrophenschutz der Kreisverwaltung Prignitz informierte, war der Hubschrauber von Mittwoch 13 Uhr bis Donnerstag 17 Uhr unterwegs, um insgesamt 297 Hektar befallener Bäume zu
behandeln. „Die Absprachen zwischen dem
Piloten und den betroffenen Kommunen
klappte sehr gut“, bedankte er sich auch bei allen Ordnungsämtern.
Der Landkreis hat für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in diesem Jahr 225 000 Euro
eingesetzt.