Seddin

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1352 wurde das Haufendorf Seddin urkundlich erwähnt. Bauernhäuser aus dem 19. Jahrhundert prägen das Straßenbild.

In der Ortsmitte, umgeben von Linden und einer Feldsteinmauer befindet sich die um 1300 errichtete und um 1500 erneuerte Kirche.

 

Da ein Blitzeinschlag 1910 den Glockenturm zerstörte, wurde ein neuer Glockenturm neben der Kirche erbaut.

2006 wurde mit Hilfe von Spendengeldern die Hollenbach-Orgel wieder instandgesetzt.

 

Berühmt geworden ist Seddin durch das "Königsgrab". Es ist eines der bedeutendsten bronzezeitlichen Hügelgräber imnördlichen Mitteleuropa. Der Sage nach ist im Königsgrab von Seddin der Herrkönig Hinz in einem dreifachen Sarg bestattet worden. Wenn auch die Sage berichtet, die 3 Särge seien aus Kupfer, Silber und Gold, - dies war nicht der Fall, aber der 3 fache Sarg hat sich bei der Auffindung der Grabkammer bestätigt.

 

Der Grabhügel hat mit 10 Metern Höhe und einem Durchmesser von 64 Metern eine unglaubliche Größe. Die eigentliche Grabkammer besteht aus neun polygonal angeordneten Findlingen mit einem darüber angeordneten Gewölbe.

 

1899 wurde die Grabkammer zufällig entdeckt und durch Friedrich Schröder freigelegt. Nachbildungen der bronzenen Grabbeigaben und der drei Urnen sowie weitere Informationen sind im Schlossmuseum Wolfshagen zu finden.

 

Seddin und das Königsgrab liegen am Radweg der "Gänse- und Brandenburg-Tour"